Forex Trading - Die Grundlagen

Beim Forex-Markt (Exchange Traded Market) handelt es sich um den weltweiten Markt für Währungen, auf dem diese rund um die Uhr gehandelt werden können.

Gehandelt werden dabei immer Währungspaare, bei denen eine Währung gekauft, die nächste verkauft wird. Die Preisfindung erfolgt hier, wie auch auf dem Aktienmarkt, immer durch Angebot und Nachfrage. Diese wiederum sind abhängig vom jeweiligen Land, in dem die Währung beheimatet ist. Grundlegende Einflussgrößen sind dabei die Veränderung des Bruttosozialproduktes, der Haushaltsüberschuss oder die Zinspolitik. Aber auch politische Unruhen können einen Einfluss auf das Tauschverhältnis und somit den Preis einer Währung geben.

Eine Bindung an einen bestimmten Börsenplatz ist durch den Handel per Telefon oder Internet allerdings nicht mehr notwendig. Der Forex-Markt ist dabei der größte Finanzplatz der Welt, denn der Tagesumsatz liegt bei mehr als vier Billionen US-Dollar.

Noch bis vor einigen Jahren war der Forex-Markt vornehmlich großen Institutionen und Banken vorbehalten, die durch die Devisengewinne auf dem Forex-Markt ihre Bilanzen verbessern konnten. Seit sich jedoch Broker am Markt etabliert haben, die als Zwischenhändler agieren, können auch Privatkunden von dem lukrativen Forex-Markt profitieren und ein Forex-Konto bei diesen Brokern eröffnen.

Der Handel ist dabei bereits mit kleinen Einsätzen möglich, denn die Währungen werden nicht physisch erworben. So ist es möglich, eine Transaktion über das Vielfache des eigenen Einsatzes, welcher auf dem Margin-Konto eingezahlt wird, abzuwickeln und so natürlich auch überproportionale Gewinne zu erzielen. Der Handel ist dabei bei einigen Brokern bereits ab nur 500 Euro Einsatz möglich. Dieser Hebel kann dafür sorgen, dass bereits bei einer einzigen Order hohe Gewinne möglich sind, gleichzeitig sollten aber auch die möglichen Verlustrisiken beachtet werden.

Um auf dem Forex-Markt aktiv zu sein, wird eine spezielle Forex-Software benötigt, die sowohl von Brokern als auch von unabhängigen Institutionen angeboten. Diese Software kann zum großen Teil nicht nur auf dem eigene PC, sondern auch auf der PDA sowie unter Windows Mobile genutzt werden, um stets über die aktuellen Entwicklungen informiert zu sein. Der Handel erfolgt über diese Software natürlich in Echtzeit, so dass kurzfristige Währungsschwankungen ausgenutzt werden können.

Einsteigern, die bisher noch keine Trades auf dem Forex-Markt abgewickelt haben, können sich über Demo-Versionen der Broker, die über den Handel sowie das Einstellen von Trades informieren, einen ersten Einblick verschaffen.

Die Geschichte des Devisenhandels
Im 19. Jahrhundert war die Grundlage des Währungssystems der Goldstandard. Durch ihn war es möglich, die Weltwährungen durch Goldreserven des jeweiligen Landes zu unterstützen, was sich bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges sehr gut bewährt hat.

Durch die hohen Kosten, die der Weltkrieg verursachte, begannen viele Länder jedoch, deutlich mehr Geld in Umlauf zu bringen, so dass die Goldreserven dies nicht mehr unterstützen konnten. Hierdurch entstand eine noch nie beobachtete Inflation, die zu einer immer höheren Geldmenge und schließlich zur Aufgabe des Goldstandard-Systems führte.

Im Jahr 1944 waren sich die führenden westlichen Nationen einig, dass die Wechselkurse wieder stabilisiert werden sollten. Sie schufen den IWF, den Internationalen Währungsfonds, der für einheitliche Abwicklungen im Zahlungsverkehr dienen sollte. Der IWF legte daraufhin den Wert für Gold fest und schuf einen Reservefonds, dessen Finanzierung die Mitgliedsstaaten übernommen haben. Nun war eine Fluktuation der Wechselkurse noch nur zwischen -1% bis +1% des vereinbarten Wertes möglich. Dieses System konnte bis 1960 aufrecht erhalten werden.

Als in den 1970er Jahren einige Dollarkrisen die Welt erschütterten, wurden die Fluktuationsraten geändert, die Bandbreite der Währungsschwankungen war nun höher. Doch auch dieses System musste schließlich aufgrund unkontrollierter Kursentwicklungen der Mitgliedsstaaten aufgegeben werden.

Heute hat sich der Forex-Markt als Markt für Devisen bereits gut etabliert. Der Handel ist hier rund um die Uhr in Echtzeit möglich, auch Privatpersonen können über Broker daran teilhaben. Die Preise für Währungen werden jetzt nach dem Prinzip der Angebot und der Nachfrage festgelegt, so dass eine faire Preisfindung erfolgt.

Die Besonderheiten des Forex-Handels

Im Vergleich zu anderen Handelssystemen weist der Forex-Handel verschiedene Besonderheiten auf. Eine dieser Besonderheiten ist, dass die Kurse am Markt über einen Zeitraum von 24 Stunden angeboten werden, nur hier ist der Handel rund um die Uhr möglich. Diese Vorteile sorgen für einen schnellen Mittelumlauf, eine hohe verfügbare Liquidität sowie geringe Geschäftskosten, die den Markt nicht nur für Spekulanten attraktiv machen.

Grundsätzlich ist ein Vergleich zwischen dem Devisenmarkt und dem Aktienmarkt nur schwer möglich, denn Börsenparkette gibt es hier nicht. Der Handel wird heute überwiegend elektronisch abgewickelt, ein Netz verbindet dabei zahlreiche Börsenhändler auf der ganzen Welt.

Eine weitere Besonderheit des Forex-Handels ist der Einsatz von geringen Summen. Eigentlich sind Geschäfte am Devisenmarkt erst ab einer Summe von 100.000 US-Dollar wirklich lohnend, denn nur so sind hohe Gewinne zu erzielen. Allerdings hat nicht jeder Anleger diese Geldsumme zur Verfügung, um ein Investment durchführen zu können. Dies ist für den Forex-Markt auch gar nicht nötig, denn es erfolgt lediglich eine Margin-Hinterlegung von 1-10% der Handelssumme. Um also einen Trade von 100.000 US-Dollar abwickeln zu können, ist lediglich ein Einsatz von 1.000 US-Dollar notwendig, der auf das Margin-Konto eingezahlt wird. Somit ist es möglich, die Gewinne überproportional zu hebeln, die Verluste hingegen sind auf den Einsatz beschränkt. Durch den Einsatz von Stopp-Orders, die über die Forex-Software eingestellt werden können, kann der Verlust sogar nochmals begrenzt werden.