Forex Glossar

Um am Forex-Markt erfolgreich zu sein, ist nicht allein Intuition gefragt, auch die wichtigsten Fachausdrücke sollten Anleger und Spekulanten kennen. Nur so können sie einen Vorteil gegenüber anderen Akteuren am Markt erzielen und ihren Gewinn steigern. Viele dieser Begriffe sind im Englischen verfasst, denn der Handel erfolgt, aufgrund der Vielzahl der beteiligten Nationen, in dieser Weltsprache.

Allgemeine Begriffe
Einer der ersten Begriffe, der Anlegern begegnen wird, ist der Begriff des Day Trading. Hiervon spricht man, wenn innerhalb sehr kurzer Zeitspannen Währungen gekauft und wieder verkauft werden. Händler nutzen hierbei die Möglichkeit, geringe Kursschwankungen zu erkennen und diese zur Erzielung von Gewinnen auszunutzen. Der Kauf erfolgt dabei in den Moment, in dem die Währung gerade einige Punkte verloren hat. Das Ziel jedes Händlers ist dabei, beim Day Trading einen Zeitpunkt zu finden, an dem der Kurs der Währung entsprechende Gewinne verbucht hat, um den Verkauf mit Gewinn zu erzielen.

Ebenfalls wichtige Begriffe sind Buy und Sell, also kaufen und verkaufen. Diese Orders zu Kauf und Verkauf werden über die Forex-Software eingegeben und sind natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig. Diese Preisfaktoren können eine Währung mehr oder weniger stark beeinflussen und somit für Kursveränderungen sorgen. Anleger, die immer up to date sind, können so auch kleinste Veränderungen für sich ausnutzen. Viele Broker bieten über ihre Forex-Software auch Informationen zu den jeweiligen Wirtschaftsnationen sowie zu Indikatoren des Handels.

Viele Händler, die am Forex-Markt aktiv sind, nutzen verschiedene Analysen, um die Entwicklungen einer Währung vorhersagen zu können. Zu diesen Analysen gehört zum einen die Fundamental-Analyse, bei der spezifische Marktdaten, Informationen und Nachrichten zu einer Währung oder einem Land genutzt werden. Ökonomische, politische und soziale Daten spielen hierbei eine wichtige Rolle. Im Gegensatz hierzu steht die technische Analyse, die aufgrund von Kursveränderungen in der Vergangenheit auf Entwicklungen in der Zukunft schließt.

Wichtige Handels-Begriffe
Auch der Begriff des Spread ist im Forex-Handel enorm wichtig. Er bezeichnet die Differenz zwischen dem Bid Price, also dem Angebot, und dem Ask Price, der Nachfrage. Insofern kann der Spread auch als Kursspannen bezeichnet werden. Im Forex-Handel wird der Spread vom Anleger dazu genutzt, potenzielle Gewinne oder auch entstandene Verluste zu berechnen und somit einen geeigneten Zeitpunkt für das Einstellen eines Trades zu finden. Im Vergleich zum Spread bei Aktiengeschäften ist dieser im Devisenhandel sehr gering, oftmals erfolgt der Handel innerhalb der vierten Stelle nach dem Komma.

Der Spread wird dabei in der Einheit des PIP gemessen. Mitunter werden auch die Begriffe Points oder Punkte genutzt. Diese Einheiten sind die kleinstmöglichen, innerhalb derer der Handel noch stattfinden kann. Er stellt im Regelfall die Schrittweite der vierten Nachkommastelle dar. Anleger, die im Forex-Markt bereits seit Längerem aktiv sind, sind es gewohnt, mit diesen Einheiten zu rechnen, da Differenzen in den ersten beiden Kommastellen nur selten vorkommen. Dabei wird deutlich, dass der Spread bei Währungsgeschäften natürlich sehr gering ist. Durch den Hebeleffekt, der durch den Einsatz des Margin-Kontos möglich ist, wirken sich aber auch geringe Spread oder geringe PIPs positiv auf die Gewinnsituation aus.

Der Hebel, der im Forex-Handel gewöhnlich genutzt wird, wird fachsprachlich auch als Leverage-Effekt bezeichnet. Diesem Effekt liegt der Gedanke zugrunde, dass es durchaus ausreichend ist, wenn Händler den Betrag, der als maximaler Verlust möglich ist, als Einsatz auf das Margin-Konto einzahlt. Bereits mit kleinen Kapitaleinsätzen kann so ein Vielfaches des eigenen Kapitals bewegt und investiert werden. Viele der Anbieter arbeiten dabei mit einem Leverage von beispielsweise 200:1. Mit einem Einsatz von 1.000 US-Dollar ist es hier also möglich, Trades über 200.000 Dollar abzuschließen.